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6. Ried-Open 2011
GM Svetushkin siegt unangefochten
Rekord: 11 Titelträger im Wettstreit um die Hauptpreise
Das Ried-Open im südhessischen Einhausen - benannt nach dem Flachland in
der Oberrheinischen Tiefebene - gedeiht weiter zum traditionellen
Maiturnier in der deutschen Open-Landschaft. Bei der sechsten Auflage
des siebenrundigen Wettstreits am sonnigen ersten Mai-Wochenende fanden
sich mit 137 Schachfreunden nur zwei Teilnehmer weniger als im
vorherigen Rekordjahr ein, davon erfreulicherweise rund ein Viertel
Jugendliche. Das Open fand wie gewohnt unter der Ägide der drei
ausrichtenden Vereine des SC 1970 Lorsch, des SK 1947 Einhausen und des
SV Biblis unter sehr guten Spielbedingungen im Einhausener Bürgerhaus
statt. Dort wurde wie im Vorjahr auf zwei Etagen gespielt, der Hauptraum
war vollständig mit fast 50 Holzbrettern und Digitaluhren ausgestattet
und beide Spielsäle wurden je von einem Schiedsrichter betreut.
Mit einem Großmeister, drei Internationalen Meistern und sieben
FIDE-Meistern war die Spitze des Feldes ordentlich besetzt und der
erwartete Kampf um die fetten Stücke des Preiskuchens nicht minder
spannend. Großmeister Dmitri Svetushkin, der sich in der letzten Saison
für Heidelberg-Handschuhsheim in der Schachbundesliga noch mit Kalibern
wie Mamedyarov und Movsesian abmühen musste, war diesmal der klare
Favorit nach Elo-Zahl, gefolgt vom stärksten IM Jörg Wegerle (SG
Solingen e.V.), dem Sieger von 2009. Nach Startrangliste folgten die IM
Vadim Chernov (SK 1879 HD-Handschuhsheim) und Yuri Boidman (Wiesbadener
SV 1885) sowie der starke FM René Dausch (SC Böblingen 1975 e.V.), der
mit einer frischen IM-Norm im Gepäck vom Neckar-Open in Deizisau
angereist war.
Die erste richtige Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: In der
zweiten Runde erwischte es IM Chernov gegen den vierzig Plätze tiefer
eingestuften Michael Brunsch, der seinen Mehrbauern sicher ins gewonnene
Endspiel transponierte. Ansonsten nahm das Turnier seinen erwarteten
Verlauf, so ließen fast alle Titelträger zwar unterwegs den einen oder
anderen halben Punkt liegen, die Turnierentscheidung fiel aber in den
letzten beiden Runden. In der Vorschlussrunde stand die Begegnung der
beiden Topgesetzten Svetushkin und Wegerle auf dem Plan, die der
moldawische Olympiateilnehmer mit den schwarzen Steinen zum sechsten
Sieg in sechs Partien für sich entscheiden konnte. IM Boidman verlor -
ebenfalls mit Weiß - den Kampf um das "große Geld" gegen FM Matthias
Dann von Schott Mainz, und Vadim Chernov, der sich nach seinem
Ausrutscher in Runde 2 mit drei Siegen in Folge wieder der Spitze
genähert hatte, kam über einen halben Punkt gegen einen weiteren
Außenseiter nicht hinaus.
In der letzten Runde sicherte sich GM Svetushkin den ersten Platz mit
einem Remis gegen Dann, der damit selbst nach Feinwertung mit 6 Punkten
aus 7 Partien den zweiten Platz belegte. Im Kampf um den dritten Platz
spuckte der Katernberger Außenseiter Martin Villwock dem Lorscher
Lokalmatador Markus Meiser ins Süppchen und erspielte ebenfalls 6
Punkte. Auf den weiteren Plätzen folgten IM Boidman, FM Jürgen Kaufeld
sowie die FM René Dausch und Bernd Laubsch mit jeweils 5,5 Punkten. IM
Wegerle, mit der besten Feinwertung des Feldes ausgestattet, verspielte
mit einem Remis den vierten Platz und lief schließlich als Zehnter ins
Ziel ein.
Neben den sieben Hauptpreisträgern wurden außerdem Daniela
Iosif-Höllenriegel von der Sges Bensheim 1931 als beste Dame geehrt,
Michail Minz (SK Gau-Algesheim) wurde bester Senior. Die beiden
Jugendwertungen der U18 und U14 gewannen Johannes Carow (Sfr.
Heidesheim) und Jonas Lampert vom Hamburger SK von 1830. Die ersten
Preisträger der DWZ-Klassen sind: Jürgen Gegenfurtner (TSV Wacker
Neutraubling) (2001-2200), Thore Perske (Sfr. Heidesheim) (1801-2000),
Michael Wohlfahrt (SAbt TSF Welzheim) (1601-1800), Marian Can Nothnagel
(SV Schachforum Darmstadt 1994) (1401-1600) und Gerd Müller (SC 1970
Lorsch) (< 1400).
(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)
Gesamtturnier
2011 (Rangliste)
Abschlussbericht mit kommentierten Partien und Fotos in Rochade Juli !!!
5. Ried-Open 2010
Teilnehmerrekord des Vorjahres noch übertroffen
IM Petr Neuman mit Start-Ziel-Sieg knapp vor FM René Dausch
Das Ried-Open im südhessischen Einhausen - benannt nach dem Flachland in
der Oberrheinischen Tiefebene - hat mittlerweile seinen festen Platz im
deutschen Turnierkalender gefunden. Bei der fünften Auflage des
siebenrundigen Opens am verregneten ersten Mai-Wochenende wurde mit 139
Teilnehmern sogar die Rekordmarke aus dem Vorjahr knapp geknackt.
Nachdem man 2009 einen Zuwachs von 60 Teilnehmern verzeichnet hatte,
begrüßten die drei ausrichtenden Vereine, SC 1970 Lorsch, SK 1947
Einhausen und SV Biblis, diesmal noch zwei gute Handvoll
Schachfreunde mehr. Trotz des für Schüler ungünstigen ferienlosen
Termins fanden sich fast 20 Jugendliche im Einhausener Bürgerhaus ein.
Dort wurde wie im Vorjahr auf zwei Etagen gespielt, der Hauptraum war
vollständig mit fast 50 Holzbrettern und Digitaluhren ausgestattet und
beide Spielsäle wurden je von einem Schiedsrichter betreut.
Die Teilnehmerliste zeichnete sich durch eine breite Spitze aus, bis zum
Startlistenplatz 18 hatte jeder Schachsportler mindestens eine Elo-Zahl
von 2200. Ganz vorne drängten sich aber mit vier Internationalen
Meistern und drei FIDE-Meistern die Titelträger, die sich auf dem Papier
um die großen Brocken des vor Turnierbeginn angehobenen Preisfonds
streiten sollten. Nach Elo-Zahl nur um 15 Punkte getrennt, waren die IM
Jörg Wegerle (SG Solingen e.V.), Vadim Chernov
(SK 1879 HD-Handschuhsheim) und Turnierneuling Petr Neuman
(TSV Bindlach Aktionär) als Favoriten um die Spitzenplätze ausgemacht.
Mit etwas Abstand folgten FM René Dausch (SC HP Böblingen1975 e.V.), IM
Ali Habibi (SC Brombach e.V.) sowie die beiden hessischen
FIDE-Meister Peter
Szakolczai (SV Griesheim) und Horst Degenhardt, der Lorscher
Lokalmatador.
Die erste Turnierhälfte verlief abwechslungsreich und nach vier Runden
war abzusehen, dass es für die Favoriten keinen Maispaziergang durchs
Turnier geben wird. IM Habibi verlor gar, nach einem Remis in der
zweiten Runde, im dritten Durchgang gegen den Altriper Überraschungsmann
Dominique Sattel und Jörg Wegerle gab das erste Remis in Runde drei ab.
Chernov remisierte im vierten Durchgang, so dass vor der fünften Runde
nur noch drei Spieler eine reine Weste hatten, darunter Dennis Wagner,
der deutsche U12-Meister von 2009. Der frischgebackene deutsche
U14-Vize-Meister aus Kassel bekam es hier mit dem Spitzenreiter Petr
Neumann zu tun und hatte überraschend wenig Mühe gegen die
Philidor-Verteidigung des tschechischen IM einen halben Punkt zu holen,
während der Dritte im Bunde, René Dausch, gegen den hochgelosten IM
Chernov verlor.
So kam es in der sechsten Runde zum Zusammenschluss an der Spitze, wobei
Neuman mit Habibi-Bezwinger Sattel, der Nummer 43 der Setzliste, den
verdaulichsten Happen vorgesetzt bekam und ungefährdet mit 5,5 Punkten
in die letzte Runde ging. Dennis Wagner wurde von Dausch ausgebremst und
Chernov und Szakoczai neutralisierten sich, so dass Neuman mit einem
halben Punkt Vorsprung auf die Zielgerade einbog. Vier Spieler folgten
mit 5 Punkten, darunter der Solinger IM Wegerle, der sich nach zwei
frühen Remisen in der Holzklasse nach vorne durchgekämpft hatte und
gegen Dausch plötzlich wieder um den Turniersieg mitspielte. Chernov
hatte diesen Ehrgeiz nicht und begnügte sich mit einem Kurzremis gegen
Neuman, womit dieser mit 6 Punkten aus 7 Partien in aller Ruhe seine
Konkurrenten um den Turniersieg sowie seine Buchholzlieferanten
beobachten konnte. Tatsächlich konnte René Dausch unerwartet mit den
schwarzen Steinen gegen Wegerle gewinnen, der ein ausgeglichenes
Damenendspiel überzog und an seinen Bauernschwächen zugrunde ging. Zu
den beiden Führenden hätte noch FM Szakoczai aufschließen können, doch
gegen Schlitzohr Habibi war an diesem Tag nichts zu holen, in einer
spannenden Partie setzte sich der Brombacher IM durch und wurde mit vier
Siegen in Folge Siebter. Somit gingen am Ende Neuman und Dausch mit 6
aus 7 als Cosieger hervor, wobei IM Petr Neuman die bessere Feinwertung
aufwies und sich den ersten Preis sicherte. Chernov stand als Dritter
noch mit auf dem Treppchen, auf den Plätzen vier und fünf folgten
Alexander Hilverda und Christian Senk.
Der Lorscher FM Degenhardt hielt sich das Turnier über dezent im
Hintergrund und schob sich mit einem Kurzsieg in der letzten Runde auf
den geteilten dritten bzw. nach Buchholzwertung sechsten und damit
letzten Geldrang. Neben den sechs Hauptpreisträgern wurde außerdem
Kirstin Auburger von der TSG Mutterstadt als beste Dame geehrt, Wolfgang
Weiler (SC Niederkirchen) wurde bester Senior. Die beiden
Jugendwertungen der U18 und U14 gewannen Ulrich Zimmermann
(SK Bebenhausen 1992) und wie schon im Vorjahr Alexander Donchenko vom
SK Gießen. Die Gewinner der DWZ-Klassen sind: Alexander Hilverda
(Gütersloher SV) (2001-2200), Markus Koch (SC Brett vor'm Kopp
Frankfurt/Main) (1801-2000), Martin Köhnke (VfL Jesteburg) (1601-1800),
Michael Beck (SV Griesheim) (1401-1600) und Hans-Jürgen Plötz (SC Bad
Nauheim) (< 1400).
(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)
Gesamtturnier
2010 (Rangliste)
4. Ried-Open 2009
IM Wegerle und IM Habibi gemeinsam an der Spitze
Die vierte Auflage des Ried-Opens im südhessischen Einhausen konnte am
sonnigen, ersten Mai-Wochenende mit einem neuen Teilnehmerhöchststand
aufwarten: Mit 131 Schachfreunden begrüßten die drei ausrichtenden
Vereine des SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis rund 60
Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Auf zwei Etagen im geräumigen
Einhausener Bürgerhaus verteilt, war Bein- und Armfreiheit
gewährleistet, der Hauptraum war vollständig mit 40 Holzbrettern und
Digitaluhren ausgestattet und beide Spielsäle wurden je von einem
Schiedsrichter betreut. Bemerkenswert war die hohe Damenquote mit 12
Teilnehmerinnen, und auch fast 30 Heranwachsende stritten in ihren
Altersklassen um die Jugendpreise, so dass die Veranstalter kurzerhand
den Preisfonds anhoben.
Mit vier Internationalen Meistern und drei FIDE-Meistern waren die
Favoriten auf die ersten Plätze bald ausgemacht, nach Elo-Zahl lagen vor
Turnierbeginn die IM Vadim Chernov, Jörg Wegerle und Olaf Heinzel an der
Spitze, gefolgt von FM Alexander Postojew und IM Ali Habibi. Der Einlauf
nach sieben Runden Schweizer System sollte sich indes anders gestalten:
Elo-Favorit Chernov, der Sieger des 1. Ried-Opens 2006 und Brett 2 des
frischgebackenen Bundesligaaufsteigers Heidelberg-Handschuhsheim,
strauchelte bereits in der dritten Runde mit einem Remis gegen den
Mannheimer Schrems (Nr. 21 der Setzliste). Seinem Mannschaftskollegen
Postojew erging es nicht besser, er ließ in den Runden drei und vier
ganze anderthalb Punkte liegen und konnte seine Ambitionen nach ganz
oben somit vorzeitig begraben. Derweil nutzte Schachweltenbummler IM
Habibi die Schwächen seiner Kontrahenten und gab seinen ersten halben
Punkt gegen den Lorscher FM Degenhardt in Runde 5 ab. Habibis
Turnierknackpunkt war seine Vorschlussrundenbegegnung gegen den jungen
Hilverda, in einem spannenden Endspiel mit Mittelspielcharakter und
verteilten Chancen drang Hilverdas Figurenopfer nicht durch, Habibi ging
mit 5,5 Punkten in die letzte Runde. Dessen ungerührt zog Wegerle bis
zum sechsten Durchgang seine Kreise, mit Losglück und Können bewahrte er
seine blütenreine Weste, gewann in Runde 5 ein remisliches Turmendspiel
und konnte das Turnier mit zwei Remisen gegen Heinzel und Habibi
austrudeln lassen. Wegerle und Habibi erspielten somit 6 Punkte aus 7
Partien und es hing von Heinzels Bemühungen ab, ob der erste Preis
dreigeteilt werden musste. Sein Turmendspiel gegen den Wormser Steinkohl
war aber nicht zu gewinnen, mit 5,5/7 wurde Heinzel schließlich
Wertungsdritter vor fünf punktgleichen Spielern, darunter die FM
Degenhardt (5.) und Postojew (7.), der nach seinem schlechten Start die
letzten drei Partien gewinnen konnte. Chernov konnte dagegen in den
letzten drei Runden keine Partie mehr für sich entscheiden und fiel mit
Platz 10 aus den einträglichen Preisrängen. Überraschungsmann des
Turniers war der Mannheimer Weller, der als 41. der Setzliste mit 5,5
Punkten auf dem achten Platz ins Ziel kam. Ausschlaggebend war sein
Letztrundensieg gegen den 2200er Villwock, der gegen die scharfe
Göteborger Variante den Gewinn nicht fand, bevor ihm dann im Endspiel
das Material ausging. Die IMs Habibi und Wegerle standen am Ende
zusammen ganz oben auf dem Siegertreppchen: sie hatten nicht nur die
identische Punktzahl erspielt, sondern stimmten auch in den beiden
Feinwertungen bis auf die Zehntel überein.
Philipp Bohrer, Bürgermeister der 6000-Seelen-Gemeinde Einhausen, nahm
schließlich höchstpersönlich die Siegerehrung vor. Neben den
Hauptpreisträgern wurde außerdem Irina Donchenko vom SK Gießen als
beste Dame geehrt, die badische Schachlegende Dieter Villing (SK
Ladenburg) wurde bester Senior. Die beiden Jugendwertungen der U20 und
U14 gewannen Armin Farmani Anosheh (SK Neuhausen) und Alexander
Donchenko (SK Gießen). Die Gewinner der DWZ-Klassen sind: Alexander
Häcker (SV Stuttgart-Wolfbusch) (2200-2001), Karl Weller (SK Mannheim)
(2000-1801), Istvan Pek (SK Neckarhausen) (1800-1601), David Sieb (SK
Großsachsen) (1600-1401) und Florian „Flow“ Dielmann (SK Laudenbach) (<
1400).
(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)
Gesamtturnier 2009
(Rangliste)
3.
Ried-Open 2008
Christoph Schild distanziert die Titelträger
Das südhessische Einhausen,
Nachbargemeinde der Klosterstadt Lorsch, erlebte am ersten Maiwochenende
die nunmehr dritte Auflage des Ried-Opens. Es fanden 72 Teilnehmer den
Weg in das Hessische Ried, die in 7 Runden unter der Ägide der drei
Ausrichtervereine SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis ihre
Kräfte auf den 64 Feldern maßen und um den Preistopf von über 2100€
stritten. Als Turnierdomizil bot das Einhausener Bürgerhaus sehr gute
Bedingungen, mit gemütlichem Foyer, Analyseraum und einem geräumigen
Spielsaal mit angrenzender Küche samt Verkaufstheke.
Ohne den Vorjahressieger Vitaly
Kunin fand sich diesmal kein Großmeister unter den Teilnehmern und so
mussten vier "leichtere" Titelträger die Favoritenbürde auf sich nehmen:
FM Christoph Pfrommer (Karlsruher Schachfreunde 1853) war der
elostärkste, gefolgt von IM Olaf Heinzel vom frischgebackenen
Bundesliga-Aufsteiger FC Bayern München. Die FIDE-Meister Sebastian
Gramlich (SC Schwegenheim, zweite Liga) und Horst Degenhardt,
Lokalmatador vom Hessenligisten SC 1970 Lorsch, folgten in der Setzliste
auf den Plätzen 3 und 4.
Das Abschneiden gegen die
vermeintlich schwächeren Gegner sollte sich motivisch durch die gesamten
Runden ziehen: Letztlich war für den Turniersieg entscheidend, wer von
den Meisterspielern gegen die "Amateure" die wenigsten Punkte liegen
ließ. Der Co-Sieger des ersten Ried-Opens vor zwei Jahren, Claudius
Mehne, war einer der Mitfavoriten, der nach zwei Niederlagen gegen
schwächere Gegner vorzeitig aus dem Rennen fiel. Ähnlich erging es FM
Gramlich, der sich nach drei Remisen in den Runden 3 bis 5 in der
sechsten Runde verrechnete und gegen seinen 200 Punkte leichteren Gegner
den vollen Punkt abgeben musste.
Die Partien der Meister unter sich
waren zumeist ausgekämpft, am Ende ausgeglichen und sahen keinen Sieger.
Der Fünfte der Startliste, Christoph Schild von BvK Frankfurt,
hatte vor der letzten Runde nur ein Remis gegen IM Heinzel abgegeben,
und führte vor diesem mit einem halben Punkt. Ein Weißremis gegen FM
Degenhardt sicherte Schild zumindest den geteilten ersten Platz (6/7),
Olaf Heinzel versuchte nun, bis ins Endspiel und in die fünfte
Stunde hinein, seine Partie gegen den späteren Siebten Bernd Eckstein
(SK Lohr) zu gewinnen, ohne Erfolg: Remis und der zweite Platz für den
Internationalen Meister (5,5/7). Punktgleich folgte als Dritter der
Überraschungsmann Ekkehard Golf, der nach schlechtem Start die
letzten fünf Partien gewinnen konnte und am Feld vorbei zog. Die
vermeintliche Partie um den dritten Platz zwischen Pfrommer und Jens
Bellingrath (SC Lorsch) sah keinen Sieger, und so trudelte FM Pfrommer
nach 3 aus 3 mit vier Remisen aus und wurde Vierter (5/7), Bellingrath
Neunter. FM Degenhardt wurde mit gleicher Punktzahl Sechster und bester
Ried-Spieler.
Geehrt wurden außerdem WFM Manuela
Schmitz als beste Dame, der 77-jährige Karl-Heinz Wohlfart wurde mit
grandioser Leistung bester Senior und der U12-Hessenmeister Daniel
Steblin der erfolgreichste Jugendliche. Die Gewinner der DWZ-Klassen
sind: Ekkehard Golf (2200-2001), Manuela Schmitz (2000-1801), Daniel
Steblin (1800-1601) und Christoph Maerker (1600-0001).
(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)
Gesamtturnier
2008 (Rangliste)
2. Riedopen 2007
GM Vitaly Kunin Sieger des 2.
Ried-Opens in Einhausen
Nach der
erfolgreichen Premiere im Jahr zuvor, fand Anfang Mai die zweite Auflage des
Ried-Opens im südhessischen Einhausen statt. Die drei ausrichtenden Vereine des
SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis konnten diesmal 57 Teilnehmer
begrüßen, wobei aufgrund der Resonanz des Vorjahres das Turnier diesmal
Elo-ausgewertet wurde, die Rundenzahl von fünf auf sieben und die Bedenkzeit auf
die in Open üblichen 2 Stunden für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der
Partie angehoben wurden. Als Turnierdomizil fanden sich im Einhausener
Bürgerhaus exzellente Bedingungen, mit gemütlichem Foyer, Analyseraum und einem
geräumigen Spielsaal mit angrenzender Küche samt Verkaufstheke. Aufgelockert
wurde die Turnieratmosphäre von einer Bilderausstellung der Künstlerin Daniela
Iosif-Höllenriegel, Vereinsmitglied des SC Lorsch.
Zum Kampf um
den Preisfonds von über 1500 € fanden vier Titelträger den Weg in das Ried,
wobei Großmeister Vitaly Kunin vom Zweitliga-Absteiger Mörlenbach mit seiner
Elo-Zahl von über 2500 Punkten als leichter Favorit gehandelt wurde. Dem
deutschen Vizemeister des letzten Jahres versuchten die Internationalen Meister
Bogdan Grabarczyk (SV Griesheim), Globetrotter Ali Habibi (SK Freiburg-Wiehre
2000 e.V.) sowie der Sieger des Vorjahres, Vadim Chernov (SG
Kaiserslautern/Mehlingen), die Aufgabe schwer zu machen. Aber auch die folgenden
ca. zehn Spieler der Setzliste mit einer Elo-Zahl um 2200 versuchten ein
Wörtchen um den Preistopf mitzureden.
Die ersten vier Runden gestalteten sich im
Sinne der Favoriten ohne nennenswerte Punkteinbußen, lediglich IM Chernov musste
sich schon in der zweiten Runde mit einem Remis gegen Igor Zuyev (SC Ladja
Roßdorf, Elo 2172) begnügen. Kunin dagegen startete mit 4 aus 4, remisierte die
restlichen Partien gegen seine direkten Mitkonkurrenten und profitierte davon,
dass diese untereinander auch nicht über halbe Punkte hinauskamen. IM Grabarczyk
musste in der fünften Runde gegen Lokalmatador Markus Meiser (SC Lorsch) ein
paar Klippen umschiffen: Der Lorscher opferte seine Dame für einen Läufer und
setzte auf seinen Freibauern, das Läuferpaar und Grabarczyks geschwächte
Königsstellung, gegen die Routine des Meisters letztlich ohne Erfolg. So kam es
am Ende zu einem vierfachen Einlauf an der Spitze, die ersten fünf der
Schlussrangliste blieben dabei ohne Partieverlust: Kunin siegte nach Feinwertung
vor Grabarczyk und Chernov, Überraschungsmann Igor Zuyev komplettierte das
Quartett, alle mit 5,5 aus 7. Einen halben Punkt dahinter folgten IM Habibi, der
beste Einheimische Jochen Wilhelm (SC Lorsch) sowie Christian Schatz
(Schachzentrum Fürth). Wilhelm, mit nur einer Niederlage gegen den
Turniersieger, konnte dadurch die Gesamtwertung der DWZ-Gruppe 2200-2001
gewinnen, die weiteren Gewinner der DWZ-Klassen sind: Igor Zuyev (2000-1801),
Wolfgang Biesiada (1800-1601), Thanh Kien Tran (< 1600). Den Jugendpreis
sicherte sich Samuel Minor, bester Senior wurde Mustafa Pitic.
Mit einem Ausblick auf das kommende Jahr
beschlossen die Verantwortlichen der drei Ausrichtervereine, Albert Junker,
Thomas Angert und Klaus Adrian das Turnier. Die guten Spielbedingungen (pro
Paarung ein Tisch, Digitaluhren an den ersten 20 Brettern), mittägliche
Hausmannskost sowie ein "Shuttle-Service" von den umliegenden Hotels zum
Spiellokal sollen auch nächstes Jahr beibehalten werden.
(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)
Gesamtturnier
2007 (Rangliste)
1. Riedopen 2006
IM Vadim Chernov gewinnt 1. Ried-Open
Hoch zufrieden mit dem Verlauf des 1. Ried-Open zeigten
sich die Organisatoren der Bergsträßer Vereine aus Lorsch,
Einhausen und Biblis nach ihrem ersten gemeinsamen Schachturnier. Man
hatte sich zusammen gefunden, um ein attraktives Turnier auszurichten,
dessen Bestehen durch den Zusammenschluss der Hilfskräfte über Jahre
hinweg gewährleistet sein soll.
Recht ungünstig fiel das 1.Ried-Open,
aufgrund Zeit- und Terminmangel, auf das Wochenende des Endspiels der
Fußball-WM,
was doch einige Schachfreunde von der Teilnahme abhielt.
Allerdings wurden von den ausrichtenden Vereinen mit nur 5 Runden
und
verkürzter Bedenkzeit die richtigen Gegenmaßnahmen getroffen, denn
bereits beim ersten Turnier fanden sich 53 Teilnehmer ein,
die in einem
geräumigen Spielsaal in angenehmer Atmosphäre ihrem Lieblingssport
nachgehen und danach rechtzeitig
das Fußballfinale sehen konnten.
Für das 2. Ried-Open
wurden die Turniermodalitäten dem üblichen Standard angeglichen, der
Preisfonds stark erhöht und die Ergebnisse werden zusätzlich zur
Elo-Auswertung eingereicht, so dass man mit einer weitaus höheren
Teilnehmerzahl als im Vorjahr rechnen kann.
(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)
Gesamtturnier
2006 (Rangliste)
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